Donnerstag, 13. Februar 2014
Drücken um den nächsten Schritt
Gerade schwänze ich einen Infoabend in einer Kinderwunschklinik. Ich hätte hin gehen sollen. Aber ich war müde. Und der Artikel, an dem ich sitze, muss bald raus. Und... ach ich weiß auch nicht. - Doch ich weiß. Ich will mich immer noch nicht mit dem Thema ivf auseinandersetzen. Oder vielleicht auch nicht mehr. Im Dezember hatte ich da einen richtigen Aktivitätsschub. Das war in der Zeit, als ich für mich das Gefühl der "Sucht nach Hoffnung" prägte. Ich wollte die Hoffnung, dass ich die Chancen, ein Kind zu bekommen, schnell erhöhen kann. Aber die Droge Hoffnung hat sich abgenutzt - dabei kann ich wirklich nicht sagen, dass ich besondere Überdosen davon gehabt hätte. Trotzdem ist es so. Nicht dass die böse Gegenspielerin der Hoffnung - die Alterspanik - damit vertrieben wäre. Ich fühle mich mit meinen 37 (bald 38!) nach wie vor zu alt, werfe mir vor, zu lange gewartet zu haben, habe Angst, dass es aus Altersgründen nicht mehr klappen kann. Und im Internet wird ja auch ständig in dieses Horn geblasen - über 30 wird es sooo schwer mit dem Kinderkriegen. Da hilft manchmal nicht mal mir entgegen zu halten, dass allein drei Kolleginnen, die älter sind als ich im letzten Jahr schwanger geworden sind - denn dann schreit die andere Seite ja auch wieder "Warum ich dann nicht!?" Dann rede ich mir ein, dass ich von dem Thema Pause brauche und gehe nicht zum Infoabend. Stattdessen lese ich den Abend in Internetforen herum. Großartig. Meine Vermeidungsstrategien sind eine eigene Studie wert.

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