Montag, 3. März 2014
Es klappt nicht so recht mit dem Schreiben hier. Dabei behaupte ich immer, dass Schreiben eigentlich immer geht bei mir. Deshalb drehe ich auch wohl immer durch, wenn es mal nicht geht.
Heute bin ich mit allen Anzeichen einer Depression aufgewacht: Antriebslosigkeit, Trauer, Angstattacken, den bekannten Schmerzen, die sich vom Herz in die Oberarme ziehen. Hatte ich schon lange nicht mehr und es kam auch unerwartet. Natürlich bringt mich der Kinderwunsch, aber auch die berufliche Situation und gerade auch einige andere ungeklärte Gefühle immer wieder an die Grenzen, aber die letzten Wochen ging es damit eigentlich. Aber eben offensichtlich nur eigentlich. Es wird schwerer, sich die Hoffnung zu erarbeiten. Morgen ist der Termin in der Kinderwunschklinik. Es wird wohl erstmal keine Ergebnisse geben, aber ich weiß auch nicht wie ich mit ihnen umgehen würde: schlechte (dass ich mich also doch auf ivf einstellen muss) wären insofern gut, als dass ich dann erstmal bis zum Herbst warten muss. Zeit, Kraft zusammeln. Es wäre in sofern eine Katastrophe, als dass ich vor allem aus neuen Versuchen die Hoffnung ziehe, die ich brauche, um alles andere zu schaffen.
Ein Gefühl wird immer stärker: Wenn der Kinderwunsch so viel Kraft frisst, braucht man mindestens die neun Monate Schwangerschaft um sich für das zu erholen, was wohl als nächstes kommt. Denn die nächsten zwanzig Jahre haben es ja auch in sich.

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