Dienstag, 7. Januar 2014
Hilfe - oder auch nicht
sucht.nach.hoffnung, 13:21h
So, langsam komme ich mit meiner Spenderwahl weiter, aber ehrlich gesagt liegt mir heute etwas anderes noch näher. Ich habe versucht, mir therapeutische Hilfe für die doch offensichtlich immer schwieriger werdende Kinderwunsch-Zeit zu holen. Sollte möglich sein, dachte ich. FreundInnen und Familie sind zwar für mich da, aber ich möchte sie auch nicht überlasten und es wäre schön jemanden zu haben, der meinen Ängsten und meiner Trauer etwas professioneller begegnet als die, die mich lieben und doch (oder gerade deshalb) so hilflos sind, wenn sie mich traurig und verzweifelt erleben. Dachte ich. Leider sah die Realität anders aus. Denn: Ich habe ein Problem. Ich suche therapeutische Unterstützung. Also muss ich meinen Kinderwunsch zurückstellen, bis ich das Problem gelöst habe, denn wer ein Problem hat, sollte kein Kind bekommen. Ich stelle also meinen Kinderwunsch solange zurück, mache keine Versuche ein Kind zu bekommen, bis sich mein Kinderwunsch gelöst hat - laut biologischer Uhr spätestens in zehn Jahren. Blöd nur, dass ich jetzt um therapeutische Unterstützung zu bekommen, noch ein paar andere Probleme produzieren muss, da ja Kinderwunsch nicht das therapierbare Probleme sein kann. Denn das muss ich ja zurückstellen, bis ich meine anderen, bisher nicht existenten Probleme bewältigt habe.
Irgendwie passt das auch zu der ärztlichen Meinung, die ich neulich hören musste, dass in vielen Fällen abwartendes Verhalten oft erfolgreicher ist als langwierige Kinderwunschbehandlungen. Bei einem Arzt, der genau weiß, dass ich Single bin, stellt sich unweigerlich die Frage, ob er irgendwann gelernt hat, wo die Kinder herkommen.
Achja, Deutschland hat ein demographisches Problem. Ich auch. Kann man das vielleicht mal therapieren?
Irgendwie passt das auch zu der ärztlichen Meinung, die ich neulich hören musste, dass in vielen Fällen abwartendes Verhalten oft erfolgreicher ist als langwierige Kinderwunschbehandlungen. Bei einem Arzt, der genau weiß, dass ich Single bin, stellt sich unweigerlich die Frage, ob er irgendwann gelernt hat, wo die Kinder herkommen.
Achja, Deutschland hat ein demographisches Problem. Ich auch. Kann man das vielleicht mal therapieren?
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