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Samstag, 18. Januar 2014
"Dating"
sucht.nach.hoffnung, 17:41h
Noch kein Monat ist vergangen und ich habe eigentlich schon keine Lust mehr zum Bloggen. Eigentlich habe ich gerade auf nichts, was irgendwie mit dem Kinderwunsch zu tun hat, Lust. Auf seltsame Weise hängt es vielleicht sogar damit zusammen, dass ich da gerade sehr aktiv bin. Zumindest auf der organisatorischen Seite. Ich habe zwei Mä- nein, keine Männer, auch nicht Väter, sondern potentielle Samenspender, getroffen. Zumindest der eine legte auf diesen Unterschied großen Wert, was ich auch sehr sympathisch fand. Schließlich war auch eine meiner wichtigsten Fragen, wie sich diese Männer eigentlich von dem was sie tun und den möglichen Konsequenzen abgrenzen - schließlich laufen ja dann eine Menge kleiner Menschen mit zur Hälfte ihren Genen durch die Welt und eine Menge Frauen könnten sie zumindest juristisch in ziemlich massiver Weise zur Verantwortung ziehen. Praktisch und emotional nicht gerade die einfachste Situation. Unbewusst wurde die Art und Weise, wie sehr sich die Männer äh- Spender damit auseinandergesetzt haben, zum Hauptkriterium meiner Auswahl. Es wird eindeutig der von beiden werden, der in dieser Hinsicht reflektierter ist. Weniger wegen dem, was er gesagt hat, als weil er sich überhaupt sehr stark damit auseinandergesetzt hat. Solche Menschen gefallen mir. Und auf eine seltsame Weise merke ich, dass ich ihm auch gefallen wollte. Nein, ich möchte wirklich keine Beziehung zu einem Mann. Weder sexuell noch sonstwie. Aber offensichtlich taucht bei der Suche nach einem Vater für das Kind doch ein archaisches "Männchen suchen"-Programm auf. Seltsam.
Aber noch bin ich nicht sicher, ob ich auf diesem Weg weitergehe. Die Hoffnung ist schon mal wieder da und ich würde sie gerne etwas weiter behalten - sobald ich wieder mit Versuchen weitermache, ist das zarte Pflänzchen Hoffnung wieder in Gefahr alle Monate wieder zerstört zu werden. Vielleicht sollte es erst mal noch etwas größer werden.
Aber noch bin ich nicht sicher, ob ich auf diesem Weg weitergehe. Die Hoffnung ist schon mal wieder da und ich würde sie gerne etwas weiter behalten - sobald ich wieder mit Versuchen weitermache, ist das zarte Pflänzchen Hoffnung wieder in Gefahr alle Monate wieder zerstört zu werden. Vielleicht sollte es erst mal noch etwas größer werden.
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Samstag, 11. Januar 2014
Entspannung - vielleicht
sucht.nach.hoffnung, 23:29h
Ein paar Tage weg vom Kinderwunsch. Kein Zählen wie lange es noch bis zur Periode/zum Eisprung dauert. Kein Rechnen, kein Recherchieren, ob dieses oder jenes Gefühl, diese oder jene körperliche Erscheinung noch normal ist (oder überhaupt existiert...). Keine Alterspanik, überhaupt keine Panik. Ich habe Besuch, laufe mit ihr durch die Stadt, diskutiere Politik, arbeite in den kostbaren Abendstunden, denn da wächst die To-Do-Liste gerade auch täglich. Anstrengend, aber schön. Es sind die seltenen Momente, in denen ich in mein altes Leben zurückfalle. Das Leben, das sich nicht um ein zukünftiges dreht, sondern um ein hier-und-jetzt. Schön, aber schon der Gedanke, dass es ein Leben ist, dass ich seit bald einem Jahr nicht mehr führe, macht mich deprimiert. Ein Teil in mir schreit: Ich will dieses Leben zurück! Ein anderer schreit: Ich will es komplett verändern! - Weil ich eben ein Kind will. Aber das Leben dazwischen - alles andere aufgeben, um auf diesen Wunsch hinzuarbeiten, der sich vielleicht nie erfüllt, dieses Leben ist ein Alptraum, der beendet werden muss. Aber meine Einflussmöglichkeiten sind da eben begrenzt. Und das macht es schwierig. Sehr schwierig. Und schon ist sie wieder weg, die Entspannung, die doch so wichtig sein soll...
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Donnerstag, 9. Januar 2014
Und plötzlich...
sucht.nach.hoffnung, 12:23h
...sieht man überall Kinder. So, jetzt fürchte ich hat mich auch das erwischt. Das Gefühl des Neids und der Verzweiflung, wenn ich von anderen Schwangeren höre oder Kinder um ihre Eltern herumtoben sehe.
Mich dann vor einen Bio-Supermarkt im Prenzlauer Berg zu stellen, war eine unglaublich blöde Idee. Aber ein Bekannter hatte den Treffpunkt vorgeschlagen und ich hatte mir nichts Böses gedacht. Bisher hatte ich es ja auch immer geschafft, mich noch für Freundinnen mitzufreuen, wenn sie schwanger wurden. (Auch wenn gerade in letzter Zeit immer häufiger in wirre Rechenspiralen verstricke, wie alt die Betreffende wohl bei Empfängnis war, wie viel Zeit ich verloren habe bzw. noch habe...)
Nun habe ich geschlagene zehn Minuten, die mir wie Stunden vorkamen, im Geschiebe der Kinderwagen, der Kleinkinder und der mehr oder weniger glücklichen Eltern verbracht und mich die ganze Zeit mit solchen Rechenspiralen und quälenden "Warum"-Fragen gegeißelt. - Ok, gesunde Ernährung soll auch Schwangerschaften fördern, aber ich glaube Bio-Supermärkte sind gerade ungesund für mich.
PS Übrigens: Es waren unter den Kinderwagen erstaunlich viele Zwillingswagen. In meinen immer verrückter werdenden Gedankengängen wurde das schließlich zu Beruhigung, denn der Anstieg der Zwillingsgeburten hängt ja mit einem Anstieg der Kinderwunschbehandlungen zusammen. Das würde heißen, dass zumindest nicht alle Frauen da ihre Kinder nur "bio" bekommen haben und ich doch nicht so alleine bin. Bedenklich, wenn solche Gedanken beruhigend werden...
Mich dann vor einen Bio-Supermarkt im Prenzlauer Berg zu stellen, war eine unglaublich blöde Idee. Aber ein Bekannter hatte den Treffpunkt vorgeschlagen und ich hatte mir nichts Böses gedacht. Bisher hatte ich es ja auch immer geschafft, mich noch für Freundinnen mitzufreuen, wenn sie schwanger wurden. (Auch wenn gerade in letzter Zeit immer häufiger in wirre Rechenspiralen verstricke, wie alt die Betreffende wohl bei Empfängnis war, wie viel Zeit ich verloren habe bzw. noch habe...)
Nun habe ich geschlagene zehn Minuten, die mir wie Stunden vorkamen, im Geschiebe der Kinderwagen, der Kleinkinder und der mehr oder weniger glücklichen Eltern verbracht und mich die ganze Zeit mit solchen Rechenspiralen und quälenden "Warum"-Fragen gegeißelt. - Ok, gesunde Ernährung soll auch Schwangerschaften fördern, aber ich glaube Bio-Supermärkte sind gerade ungesund für mich.
PS Übrigens: Es waren unter den Kinderwagen erstaunlich viele Zwillingswagen. In meinen immer verrückter werdenden Gedankengängen wurde das schließlich zu Beruhigung, denn der Anstieg der Zwillingsgeburten hängt ja mit einem Anstieg der Kinderwunschbehandlungen zusammen. Das würde heißen, dass zumindest nicht alle Frauen da ihre Kinder nur "bio" bekommen haben und ich doch nicht so alleine bin. Bedenklich, wenn solche Gedanken beruhigend werden...
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